Die beiden Wiener Immobilienunternehmen Immofinanz und S-Immo könnten Insidern zufolge ihre im Vorjahr verworfenen Fusionspläne wieder aufleben lassen, wie die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Montag berichtete. Noch in dieser Woche könnte es eine Ankündigung der Firmen diesbezüglich geben.

Allerdings könnten die Pläne durchaus noch verzögert oder auch wieder ganz verworfen werden. Erst im November war ein Versuch eines Zusammenschlusses gescheitert, da sich die beiden Konzerne nicht auf ein Umtauschverhältnis für die Aktien einigen konnten. Nun könnten die Pläne wiederbelebt werden - vermutlich erneut in Form einer aktienbasierten Transaktion. In Zeiten eines sehr volatilen Marktumfeldes sei dies einfacher, da ein Deal dann weniger von den Möglichkeiten, finanzielle Mittel für eine Übernahme aufzustellen, abhängig wäre, schreibt Bloomberg.

Momentum geliefert für eine Neuaufnahme der Gespräche hätten der jüngste Zukauf eines Immofinanz-Aktien-Pakets durch S-Immo-Kernaktionär Ronny Pecik und der kurz darauffolgende Abgang von Immofinanz-Chef Oliver Schumy, sagten Insider laut dem Bericht. Ende Februar hatte Pecik zusammen mit Geschäftspartnern 10,7 Prozent an der Immofinanz erworben - gemeinsam mit der S-Immo halten Pecik & Co. derzeit 23 Prozent an dem Immobilienkonzern.

"Mit neuen Akteuren am Tisch könnte es in Zukunft neue Ideen und Gespräche geben", zitierte Bloomberg S-Immo-CEO Ernst Vejdovszky. "Ich habe immer betont, dass ich eine mögliche Zusammenarbeit gut heißen würde und dass eine solche wertvolle Synergien bringen könnte." Zu spezifischen Gesprächen habe sich der Konzernchef aber nicht äußern wollen. (apa/kle)