Das Bundesheer hat die Unterstützung der Lebensmittelketten zur Versorgung der Supermärkte beendet. Der Einsatz hatte am 14. März begonnen und endete nun nach knapp zwei Wochen. Zum Höchststand der Leistungen waren 753 Soldaten (Berufssoldaten wie Heeressportler und Grundwehrdiener) sowie Zivilbedienstete in insgesamt 31 Lagern in allen neun Bundesländern eingesetzt. Sie führten ihre Tätigkeiten teilweise in bis zu drei Schichten pro Tag und Nacht in den Lagern durch. In Summe waren 18 Dienststellen des Bundesheeres beteiligt.

Auch Biathlet Dominik Landertinger war im Corona-Hilfseinsatz. - © Bundesheer / Dominik Landertinger
Auch Biathlet Dominik Landertinger war im Corona-Hilfseinsatz. - © Bundesheer / Dominik Landertinger

Innerhalb von nur zwölf Stunden nach der ersten Anforderung waren bereits Kräfte der Streitkräftebasis in Graz und Wels im Einsatz gestanden. Nach nur 48 Stunden konnte sichergestellt werden, dass bis zu 760 Personen in 31 Lebensmittellagern und Verteilerzentren, von Vorarlberg bis Wien, im Einsatz standen, hieß es vonseiten des Militärs. "Durch den raschen Einsatz der Kräfte konnte die ungehinderte Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sichergestellt und ein Systemkollaps dieser wichtigen Lebensader verhindert werden", zog das Bundesheer zufrieden Bilanz. Das Logistikfachpersonal der Streitkräftebasis stehe ab sofort wieder für Assistenzanforderungen als "strategische Reserve" bereit.

Landertinger, Flock & Co. waren mit dabei

Die Tätigkeiten der eingesetzten Soldaten und Bediensteten umfassten unter anderen das Kommissionieren von Waren, Nachteilen und Befüllen von Regalen, Beladen von Lkw, Durchführung von Hygienemaßnahmen (etwa Desinfizieren von Türschnallen in Lagerbereichen) und das Kontrollieren von Sicherheitsmaßnahmen in den Lagern.

Aus den Heeresportleistungszentren waren bis zu 250 Bundesheerleistungssportler eingesetzt, darunter die Biathleten Dominik Landertinger, Simon Eder, Dunja Zdouc sowie der Snowboard-Star Sabine Schöffmann, die Skeletonpilotin Janine Flock und der Rennfahrer Ferdinand Habsburg.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) dankte den Soldaten und Zivilbediensteten und sah den Beweis erbracht, "dass das Bundesheer immer da ist, wenn es gebraucht wird".