Nach der Kritik an der Umsetzung des Coronavirus-Härtefallfonds der Regierung für Kleinstunternehmen hat Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) klargestellt, dass der Bezieherkreis ausgeweitet wird. "Es wird so sein, dass die Zugänge zum Härtefallfonds wesentlich erweitert werden", sagte Kogler am Dienstag im Ö1-Morgenjournal.

"Wir haben uns gestern darauf verständigt, dass weder Mehrfachversicherung als Handicap gelten noch Einkommensgrenze nach oben oder unten. Auch können Unternehmensgründer, die jetzt erst begonnen haben, alle in dieses Programm rein", erklärte der Vizekanzler, der außerdem mit einem "Missverständnis" aufräumen wollte. "Es ging zunächst um die Anzahlung von 1.000 Euro. Der Zugang war beschränkter als der eigentlich Zugang zur Härtefondshilfe. Das war aber immer so gedacht."

82.000 Anträge

Laut Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sind bis Montagabend um 18 Uhr rund 82.000 Anträge eingegangen. davon seien 89 Prozent abgeschlossen. Seit Freitagabend können EPU und Co. um Gelder ansuchen, die WKÖ wickelt die Antragstellung und Überweisung der Gelder ab.

In der ersten Phase erhalten die Unternehmen bis zu 1000 Euro Soforthilfe. Die zweite Phase sind Zahlungen von bis zu 6000 Euro verteilt über drei Monate vor. Die Richtlinien für die Verteilung dieser Gelder sind noch in Bearbeitung. (apa)