Die Preise für Haushaltsenergie waren im Februar um 1,5 Prozent höher als im Jahr davor. Im Vergleich zum Vormonat Jänner sanken sie indes um 1,8 Prozent, wie aus dem von der Österreichischen Energieagentur veröffentlichten Energiepreisindex hervorgeht. Direkte Auswirkungen der Corona-Krise und des Erdölpreiskampfes würden sich erst in den Energiepreisen im März zeigen, hieß es.

Die Preise für Heizöl, Diesel und Gas sind laut Energiepreisindex im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Teurer waren unter anderem Strom und Superbenzin. Der Verbraucherpreisindex stieg im Jahresvergleich um 2,2 Prozent und im Monatsvergleich um 0,2 Prozent.

Der Strombedarf sank laut Energieagentur in der ersten Woche der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ab 16. März im Wochenvergleich um durchschnittlich 8,3 Prozent und im Jahresvergleich um durchschnittlich 9,7 Prozent.

- © APAweb
© APAweb

Direkte Auswirkungen der Corona-Krise auf die österreichischen Energiepreise seien im Februar noch nicht festzustellen und werden erst im Energiepreisindex (EPI) von März zu beobachten sein, so die Energieagentur. Dies treffe auch auf die Auswirkungen des Preiskampfs zwischen Russland und Saudi-Arabien auf dem internationalen Erdölmarkt zu. Die Ölpreise sind seit Anfang März auf Talfahrt.

Die niedrigen Preise auf den Erdölmärkten seien einerseits darauf zurückzuführen, dass die OPEC und Russland ihre vereinbarten Förderbeschränkungen aufgekündigt haben, das Erdölangebot also gestiegen ist, so Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann laut Pressemitteilung. Andererseits breche die Nachfrage infolge der Covid-19-Krise ein. Dieser Preisverfall werde sich natürlich bei den Endkunden bemerkbar machen, zumal die Preise von erdölbasierten Produkten bereits im Februar nachgaben.

Deutliche Verbilligung bei Heizöl

Heizöl war im Februar 2020 um 7,6 Prozent billiger als im Februar 2019. Diesel kostete um 1,3 Prozent weniger. Superbenzin war dagegen um 2,9 Prozent teurer. Im Monatsvergleich Februar zu Jänner 2020 war Heizöl um 8,0 Prozent billiger, Diesel um 3,0 Prozent und Superbenzin um 2,3 Prozent.

Den stärksten Preisanstieg im Jahresvergleich gab es bei Strom mit 6,3 Prozent. Gas war um 0,7 Prozent billiger. Die Preise für Fernwärme stiegen um 0,7 Prozent. Verteuerungen gab es auch bei Brennholz (plus 2,9 Prozent) und Holzpellets (plus 0,6 Prozent).

Im Monatsvergleich waren die Preise für Strom, Gas und Fernwärme unverändert. Brennholz kostete um 0,7 Prozent weniger. Der Preis für Holzpellets stieg leicht um 0,1 Prozent. (apa/kle)