Nach anfänglichen Turbulenzen bei den Verhandlungen über Staatshilfe für die AUA sind die Gespräche nun offenbar auf Schiene. Die Experten beider Seiten seien in laufendem Kontakt, sagte der für die Coronahilfen-Finanzierungsagentur Cofag sprechende PR-Berater Alfred Autischer am Mittwoch zur APA. Einer Liquiditätshilfe stehe nicht mehr viel im Weg, verwies er auf "konstruktive Gespräche".

Die AUA braucht für den Antrag bei der Cofag eine österreichische Hausbank. Aufgrund der Höhe der Summe - kolportiert sind bis zu 800 Mio. Euro - wird es wohl ein Konsortium, also ein Zusammenschluss mehrerer Banken sein, die sich das Risiko teilen. Für 90 Prozent des Kredits haftet die Republik in Form einer Garantie. Insgesamt gibt es laut dem Cofag-Sprecher bereits Anträge von 4000 Firmen bei der Agentur, die 15 der 38 Mrd. Euro an Staatshilfen verwaltet.

Gespräche mit Lufthansa über Standortgarantie laufen

Parallel soll es bei der AUA auf einer zweiten Ebene Gespräche über eine Standortgarantie zwischen der Regierung und dem deutschen Eigentümer, der Lufthansa AG in Frankfurt, geben. Aufseiten Österreichs wird, wie die APA erfuhr, gerade ein Verhandlungsteam mit Experten zusammengestellt, das mit dem Lufthansa-Vorstand in Kontakt treten soll. Nächste Woche soll es soweit sein. Darüber hinaus stimmt man sich auch mit anderen Ländern wie Belgien oder der Schweiz ab, in denen die Lufthansa ebenfalls Tochterairlines hat.

Die Cofag wickelt im Hintergrund mehrere Garantieformen ab. Für Großunternehmen sind das bis zu 120 Mio. Euro, in Ausnahmefällen wie bei der AUA kann es auch mehr sein. Bei Großunternehmen ist die Kontrollbank (OeKB) eingebunden, bei Klein- und Mittelbetrieben (KMU) die Förderbank aws und bei Tourismus- und Freizeitbetrieben die Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Ansprechpartner für die Unternehmen, die Hilfe brauchen, ist die Hausbank.