Messen und Kongresse, die wegen der Corona-Schutzbestimmungen bisher verboten waren, werden in Österreich unter Auflagen wieder erlaubt. So muss eine behördliche Genehmigung eingeholt und ein Covid-19-Präventionskonzept vorgelegt werden, teilte das Tourismusministerium Sonntagfrüh mit. Damit seien Messen und Kongresse ab morgen, Montag, 15. Juni wieder möglich.

Die entsprechende Verordnung sei gestern, am 13. Juni abends, kundgemacht worden und trete morgen in Kraft.

"Für den Tourismusstandort Österreich sind Kongresse und Veranstaltungen ein unverzichtbarer Faktor, vor allem in den Ballungsräumen, in denen die meisten Kongresse und Messen stattfinden", sagt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer Aussendung. "Dieser Fahrplan sowie klare und einfache Regeln geben der Branche die notwendige Perspektive und Planungssicherheit." Das sei auch für viele weitere Branchen wichtig, von der Stadthotellerie, über Catering-Unternehmen, der Gastronomie bis hin zu Technik- oder Security-Anbietern.

WKÖ erfreut über Novelle

Erfreut zeigt sich die Wirtschaftskammer (WKÖ) über die Novelle der Covid-19-Lockerungsverordnung. Damit wurde eine wesentliche Forderung der betroffenen Unternehmen umgesetzt, sagt Karlheinz Kopf, WKÖ-Generalsekretär, am Sonntag in einer Aussendung. Fach- und Publikumsmessen müssen behördlich bewilligt werden. Dafür benötigen Messeveranstalter ein COVID-19-Präventionskonzept, das die individuelle Situation vor Ort berücksichtigt. Eine allgemeine Einschränkung der Teilnehmerzahl gelte nicht. Aus Sicht der WKÖ sollte die derzeit vorgesehene Maskenpflicht für Besucher bei Unterschreitung des 1-Meter-Abstands evaluiert und in einem nächsten Schritt aufgehoben werden.

Gerade im Messebereich seien die langen Vorlaufzeiten für die Betriebe eine große Herausforderung, erläutert Kopf: "Unsere Messeveranstaltungen sind eine wesentliche Säule des heimischen Tourismusstandortes. Es ist erfreulich, dass für Veranstalter, Aussteller und Besucher eine klare Perspektive sowie Rechtssicherheit geschaffen wird. Angesichts der erforderlichen Planungszeit ist dies ein wichtiges Signal, um einen funktionierenden Messebetrieb ab Herbst wieder zu ermöglichen." (apa)