Nach der 73. ordentliche Hauptversammlung der Verbund AG, die Corona-Shutdown-bedingt vom 28. April auf den 16. Juni verschoben worden war, gab das Unternehmen per Aussendung bekannt, dass der Aufsichtsrat Michael Strugl mit  1. Jänner 2021 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Strugl folgt in dieser Funktion Wolfgang Anzengruber nach, dessen dritte Funktionsperiode am 31. Dezember ausläuft.

"Die Entscheidung im Aufsichtsrat war einstimmig", erläuterte Thomas Schmid, Aufsichtsratsvorsitzender des Verbunds und Vorstand der Österreichischen Beteiligungs-AG ÖBAG. "Wir sehen die Zukunft von Österreichs größtem Stromunternehmen in besten Händen." Die Bestellung von Michael Strugl zum Vorstandsvorsitzenden erfolgte bereits in der Aufsichtsratssitzung vom 17. März, die offizielle Bekanntgabe nun im Rahmen der Hauptversammlung.  Mit der Bestellung Strugls wird der Vorstand von vier auf drei Mitglieder verkleinert: Peter F. Kollmann bleibt Finanz-Vorstand, Achim Kaspar ist im Vorstandsteam weiterhin  für den Erzeugungsbereich sowie Digitalisierung verantwortlich.

Michael Strugl ist seit Januar 2019 Vorstandsmitglied und Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und verantwortet die Bereiche Energiewirtschaft, Personal, "Innovation & New Business" sowie Kommunikation und die Verbund-Vertriebsgesellschaften "Energy4Business", "Energy4Customers" sowie "Green Power GmbH". Zuvor war Michael Strugl Landeshauptmann-Stellvertreter in Oberösterreich und für die Bereiche Wirtschaft, Energie, Technologie und Innovation verantwortlich. Weiters war er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Energie AG Oberösterreich. Er studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz und International Finance an der University of Toronto.

Dividende für 2019 beschlossen

In der Hauptversammlung vom wurde außerdem für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,69 Euro je Aktie vorgeschlagen und angenommen. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das berichtete Konzernergebnis beträgt für 2019 43,2 Prozent, bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis 43,7 Prozent, heißt es in der Aussendung. (red)