Die SPÖ Burgenland hat am Freitag die Rücktrittsforderung der ÖVP an Landesrat Christian Illedits (SPÖ) im Bilanzskandal um die Commerzialbank Mattersburg zurückgewiesen. Es handle sich dabei um "Nebengranaten", die ÖVP versuche, "von ihrem schwarzen Netzwerk und der damit verbundenen Verantwortung abzulenken", betonte Klubobmann Robert Hergovich.

Die Verantwortung für den Bilanzskandal sei nicht bei Illedits zu suchen. "Wer hier einzig und allein versagt hat, das ist der für die Kontrolle zuständige Aufsichtsrat - ein Sammelbecken von ÖVP-Funktionären", sagte Hergovich.

Zuvor ÖVP-Landesräte und Ex-FPÖ-Landesrat

Die ÖVP hatte Illedits insbesondere deshalb angegriffen, weil er als Landesrat für die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften und damit auch für die Aufsichtsfunktion des Landes bei der Kreditgenossenschaft, die knapp 90 Prozent der Anteile an der Commerzialbank hält, zuständig ist. Die Forderung der ÖVP, Illedits solle deshalb zurücktreten, sei "völlig deplatziert", betonte der Klubobmann.

Illedits sei erst seit Februar dafür zuständig. "Bis Juli 2015 waren es ausschließlich schwarze Landesräte, danach Ex-FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig", so Hergovich. (apa)