Die Coronavirus-Pandemie hat die Luftfahrt mit voller Wucht getroffen. Die AUA schrieb allein im zweiten Quartal einen Verlust (Adjusted Ebit) von 99 Millionen Euro, unbereinigt waren es 101 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die Lufthansa-Tochter zwischen April und Juni noch 46 Millionen Euro Gewinn gemacht. Der Umsatz brach um 94 Prozent auf 35 Millionen Euro ein,.

"Die weltweiten Reisebeschränkungen haben den Betrieb im zweiten Quartal fast zur Gänze zum Erliegen gebracht. Erst seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs am 15. Juni erholt sich unser Geschäft langsam", erklärte Finanzchef Wolfgang Jani in einer Aussendung. Die Fluggesellschaft hatte am 19. März ihren Linienflugbetrieb für fast drei Monate komplett eingestellt.

Die AUA beförderte im zweiten Quartal nicht mehr als 53.000 Passagiere. "Das haben wir in guten Zeiten normalerweise in eineinhalb Tagen", erklärte eine AUA-Sprecherin. Im zweiten Quartal 2019 waren rund vier Millionen Menschen mit der AUA geflogen.

Sinkende Mitarbeiterzahl, sinkende Gesamtaufwendungen

Die Coronakrise wird der AUA heuer Rekordverluste bescheren. Nach sechs Monaten beträgt der operative Verlust bereinigt 235 Millionen Euro, unbereinigt sind es 299 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter sank bisher von 6999 auf 6756. Aufgrund der Kurzarbeit und dem Wegfall der Kerosinkosten im zweiten Quartal reduzierten sich die Gesamtaufwendungen im ersten Halbjahr um 44 Prozent auf 598 Millionen Euro. (apa)