Österreichs Außenhandel ist wegen der Coronakrise auch im Mai massiv eingebrochen. Exporte und Importe waren laut Statistik Austria um rund ein Viertel niedriger als im Jahr davor. Betroffen waren so gut wie alle Produktgruppen. Die Exporte sanken um 25,5 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro, die Importe um 24,8 Prozent auf 10,31 Milliarden Euro. Das Handelsbilanzdefizit lag bei 0,46 Milliarden Euro.

Österreichs drei wichtigste Exportpartnerländer verzeichneten Rückgänge, zum Teil deutlich über 20 Prozent. Die Exporte nach Deutschland seien um 22 Prozent, jene nach Italien um 30 Prozent und jene in die Vereinigten Staaten sogar um 34 Prozent gesunken, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Bei den Maschinen und Fahrzeugen, der wichtigsten Produktgruppe, brachen die Exporte und Importe um gut ein Drittel ein.

Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten laut Statistik Austria die größten absoluten Einbrüche in beiden Verkehrsrichtungen, wobei die Einfuhren um 35,2 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro fielen, die Ausfuhren um 33,8 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro. Die Importe von Brennstoffe/Energien verringerten sich um mehr als die Hälfte (minus 51,9 Prozent auf 500 Millionen Euro) und zeigten die zweithöchste absolute Abnahme. (apa)