Die Österreich-Tochter der Schweizer Reisebürokette STA Travel hat nun ebenfalls Insolvenz angemeldet, nachdem ihre Muttergesellschaft bereits vor einigen Tagen wegen der Coronakrise Insolvenz angemeldet hatte. Über das Vermögen der STA Travel GmbH wurde am Mittwoch am Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt, wie der Alpenländische Kreditorenverband mitteilte.

Die Verbindlichkeiten werden mit 1,9 Mio. Euro beziffert. Die Zahl der betroffenen Gläubiger liege bei 1090. Dabei handle es sich zum Großteil um Kunden, die eine Reise gebucht haben, hieß es aus dem AKV zur APA. Laut Gesetz müssen Reisebüros eine Versicherung für Pauschalreisen haben.

Beschäftigt sind bei der STA Travel GmbH nach eigenen Angaben 49 Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit befinden, wie die Gläubigerschützer weiter mitteilten. Betrieben werden sieben Filialen.

Nach eigenen Angaben seien bereits infolge des Covid-19-bedingten Lockdowns in der gesamten STA Travel Gruppe umfassende Maßnahmen umgesetzt, um den Betrieb durch die Krise zu führen, so der AKV. Die Umsätze hätten sich jedoch nicht wie erwartet erholt und eine Besserung für das Jahr 2021 sei nicht zu erwarten. Die Antragstellerin führe aus, dass aufgrund bestehender Unsicherheiten und der nicht planbaren Situation für das kommende Jahr keine Fortführungsmöglichkeit gegeben sei, eine Fortführung werde nicht angestrebt. (apa)