Die Gewinne der österreichischen Banken sind wegen der Coronakrise im ersten Halbjahr stark eingebrochen. Das aggregierte Periodenergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Milliarden Euro oder knapp 75 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Mittwoch mitteilte. Der starke Einbruch sei vorrangig auf durch die Corona-Pandemie stark erhöhten Wertminderungen und Rückstellungen zurückzuführen.

Die aggregierten Betriebserträge sanken um 2,3 Prozent. Negativ ausgewirkt haben sich dabei der Rückgang des Handelserfolgs und des Bewertungsergebnisses um 345 Millionen auf minus 17 Millionen Euro sowie der Rückgang bei den Dividendenerträgen um rund 170 auf 151 Millionen Euro aus. Das Zinsergebnis (netto) stieg um 1,9 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, das Provisionsergebnis sank leicht um 0,2 Prozent auf 3.5 Milliarden Euro.

Das aggregierte Betriebsergebnis fiel um rund 22 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, was vor allem auf einen Anstieg bei den Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten inkl. Firmenwert, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Beteiligungen um 586 Millionen Euro zurückzuführen ist. (apa)