Die schwer in der Krise steckende und mit einer behördlichen Aufpasserin versehene Autobank hat zwei mögliche Investoren gefunden. Diese hätten bereits eine Absichtsvereinbarung mit der Bank getroffen. Laut dieser sollen in einem ersten Schritt heuer und im kommenden Jahr neue Aktien erworben werden, teilte die Autobank in der Nacht auf Mittwoch mit. Bei den Investoren handle es sich um ein Finanzinstitut und ein Unternehmen, nähere Angaben machte die Bank nicht.

Die benötigten Aktien sollen im Zuge einer Barkapitalerhöhung und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben werden. Die Zustimmung für eine Kapitalerhöhung von bis zu 50 Prozent des Grundkapitals soll bei der Hauptversammlung am 30. November eingeholt werden.

Zu den Investoren machte die Bank nur vage Angaben. Es handle sich um ein Finanzinstitut, das "aufgrund seiner Geschäftstätigkeit und starken Verankerung im Heimatmarkt die strategische Neuausrichtung der Autobank Aktiengesellschaft unterstützen würde". Und das Unternehmen, das sich beteiligen will, würde dagegen mit seinem Einstieg nicht nur die Kapitalbasis, sondern auch das Produktportfolio der Bank erweitern.

Fix ist der Einstieg aber noch nicht. Der Abschluss einer Transaktion stehe unter anderem unter dem Vorbehalt einer zufriedenstellenden Due Diligence, der Durchführung einer abschließenden Bewertung, der Einigung über die Vertragsdokumentation sowie aufsichtsbehördlicher Bewilligungen, hieß es in der Mitteilung. (apa)

Die Autoabsatzkrise sowie die Corona-Pandemie haben den Auto- und Leasingfinanzierer schwer getroffen. Mitte August stellte die Finanzmarktaufsicht (FMA) der Autobank eine Aufpasserin zur Seite, die dem Institut bei der laufenden Sanierung auf die Finger schauen soll. (apa)