Das vom Genetiker Josef Penninger gegründete Wiener Biotech-Unternehmen Apeiron, das an einem Covid-19-Medikament arbeitet, hat einen neuen Großaktionär. Das britische Investorenkonsortium Franklin Road Limited hat seine Beteiligung von knapp einem Prozent auf 13,06 Prozent ausgeweitet, teilte Apeiron am Donnerstag mit. Im Zuge dessen wurde auch der Geschäftsführer des Konsortiums, Edward Charles, am Mittwoch bei der Hauptversammlung in den Apeiron-Aufsichtsrat gewählt.

Einen strategischen Vorteil erwartet man sich bei Apeiron vor allem von den Kontakten und dem weitreichenden Netzwerk der Briten. Zudem werde die Aktionärsstruktur gestärkt, so das Wiener Unternehmen laut Aussendung. Franklin Road hat die zusätzlichen Anteile im Rahmen eines Zweitangebots der Aktien von bestehenden Aktionären erworben.

Apeiron forscht an der Entwicklung des Medikaments APN01 zur Behandlung von Coronavirus-Patienten. Das Medikament gehört laut der Firma zu den am weitesten entwickelten Medikamentenkandidaten zur Behandlung von Covid-19 und zu den wenigen spezifisch gegen das Coronavirus gerichteten Therapieansätzen. Seit Juni 2020 seien bereits 40 Mio. Euro an Investoren- und Fördergeldern an Apeiron geflossen. (apa)