Nach dem durch Covid-19 bedingten starken Wachstumseinbruch im zweiten Quartal ist es heuer im dritten Jahresviertel mit der heimischen Konjunktur wieder etwas bergauf gegangen. Ein Anstieg im privaten Konsum sowie bei der Wertschöpfung der Dienstleister sorgte im dritten Quartal für ein BIP-Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte das Wifo mit. Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich noch um 12,1 Prozent eingebrochen.

"Im dritten Quartal 2020 wurde die Konjunkturdynamik von Nachholeffekten bestimmt. Nach den Einschränkungen im zweiten Quartal war sowohl in Österreich als auch im Euroraum insgesamt ein Rebound zu verzeichnen", so die Autoren des aktuellen Wifo-Konjunkturberichtes am Mittwoch. In der Eurozone legte das BIP im dritten Quartal um 12,7 Prozent zu - nach einem Minus von 11,8 Prozent im Vorquartal.

Besonders zu spüren waren die Nachholeffekte in Österreich im privaten Konsum und bei den Dienstleistern, aber auch der produzierende Bereich konnte sich etwas erholen. Etwas verbessert hat sich im Sommerquartal auch die Lage am Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsabbau zwischen Juli und September verlangsamte sich nach einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Frühling, setzt sich aber auch im Herbst weiter fort. Laut vorläufigen Schätzungen betrug der Beschäftigungsabbau im Oktober ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. (apa)