Die Arbeitsstiftung für die Beschäftigten der obersteirischen ATB Antriebstechnik startet am 1. Dezember, wie am Freitag vom Land Steiermark mitgeteilt wurde. Für die rund 360 Mitarbeiter stehen rund 2 Mio. Euro parat, die vom Sozialressort des Landes und vom steirischen AMS kommen. Die gekündigten Mitarbeiter sollen durch individuelle Aus- und Weiterbildung höher qualifiziert werden, um rasch wieder zu einem Job zu kommen.

Die Stiftungsteilnehmer erhalten neben dem Arbeitslosengeld ein Stiftungsstipendium. Die ersten können mit Anfang Dezember einsteigen. ATB-Betriebsrat Michael Leitner sagte dazu, es sei leider notwendig gewesen, "unseren Plan B, der von Beginn an immer unsere Alternative zur Worst Case-Variante war, ins Leben zu rufen. Der Kontakt zum Land Steiermark war von Anfang an immer vorhanden und auch die Zusicherung des Landes, dass man die ATB-Arbeitnehmer nicht im Stich lassen würde", sagte der Betriebsrat.

Der Sanierungsplan für die insolvente ATB Spielberg GmbH war am 21. Oktober von den Gläubigern angenommen worden. Die Sanierung sieht den geplanten massiven Abbau von Arbeitsplätzen vor. Von rund 400 Jobs bleiben nur noch 40 übrig. Statt der Produktion von Motoren für Haus- und Gartenanwendungen wird künftig nur noch Forschung und Entwicklung am Standort Spielberg (Bezirk Murtal) sein. Hinzu kommen Vertrieb, Logistik und Kundenservice. Die Maschinen werden innerhalb der chinesischen Wolong-Gruppe, der die GmbH gehört, aufgeteilt, und zwar auf Standorte in Polen und Serbien. (apa)