Während MAN die Schließung seines Werkes in Steyr in Oberösterreich plant, verlagert BMW bis 2024 die Produktion von Verbrennungsmotoren von München an die Enns. Dadurch und durch den Ausbau bei der Elektromobilität sehen Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (beide ÖVP) den BMW-Standort Steyr doppelt abgesichert.

Mehr als 25 Millionen Euro wurden heuer in die Kapazitätserweiterung der Fertigung von Gehäusen für Elektroantriebe investiert. Von diesen wichtigen Impulsen profitiere auch der gesamte Wirtschaftsstandort Oberösterreich, betonten die Politiker in einer Presseaussendung am Donnerstag. Mit der Entscheidung des BMW-Konzerns, einen Großteil seiner derzeitigen Produktion von Verbrennungsmotoren in München bis 2024 nach Steyr zu verlagern werde auch die Auslastung des Werkes weiter ausgebaut und so würden Arbeitsplätze abgesichert, sagte Stelzer und Achleitner. Im Jahr 2019 produzierten 4.500 Mitarbeiter in Steyr rund 1,2 Millionen Benzin-und Dieselmotoren.

Bei MAN hat indes der Konzernbetriebsrat vorige Woche die Verhandlungen ausgesetzt und verlangt die gemeinsame Ausarbeitung eines Konzeptes - ohne Werksschließungen - mit der Unternehmensführung. Dazu gibt es am Freitag Betriebsversammlungen an allen deutschsprachigen Standorten, wie die APA vom Arbeiter-Betriebsratschef in Steyr, Erich Schwarz, erfuhr.

Der zum VW-Konzern gehörende Lastwagenhersteller hatte im September angekündigt, 9.500 Stellen in Deutschland und Österreich zu streichen, Teile der Produktion zu verlagern und einzelne Standorte - wie Steyr - zu schließen. Dazu wurden bis 2030 geltende Standort- und Beschäftigungssicherungsvereinbarungen aufgekündigt. (apa)