Die Sportfachhändler werden einen Lockdown-Umsatzersatz von 40 Prozent bekommen - das hat der Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ) am Montagabend mitgeteilt und sich dabei auf die heute veröffentlichte Verordnung des Finanzministeriums berufen. Die Branche hatte am Wochenende in einem offenen Brief an die Regierung davor gewarnt, dass ohne "angemessenen Umsatzersatz" viele Sportartikelhändler von der Pleite bedroht seien.

"Die Bundesregierung setzt mit dem 40-Prozent-Umsatzersatz einen ersten wichtigen Schritt zur Erhaltung der Diversität der österreichischen Sportartikelbranche, eine Spaltung wäre fatal gewesen", sagte Michael Nendwich, Sprecher für den Sportfachhandel in der Wirtschaftskammer Österreich, am Montagabend laut Mitteilung.

Hoffen auf weitere staatliche Unterstützungen

"Die kommenden Wochen und Monate sind für den Sportartikelhandel und die Sportindustrie entscheidend. Der Umsatz ist direkt vom Tourismus und der Seilbahnwirtschaft abhängig", erklärten Christoph Bründl (Bründl Sports) und Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer, Sprecher der Skiindustrie. "Das größte Fragezeichen und Damokles-Schwert für uns ist, wann die Grenzen zu den touristischen Herkunftsmärkten und die Seilbahnen wieder geöffnet werden können." Man müsse davon ausgehen, "dass es in den nächsten Monaten noch weitere gezielte Unterstützungsleistungen für den Sportfachhandel und die Sportindustrie geben muss, um Kollateralschäden zu verhindern." (APA)