Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) rechnet mit einem Einbruch des Wintertourismus von bis zu 50 Prozent. "Das ist ein Problem. Die Hotellerie in Österreich hat nur acht Prozent Eigenkapitalausstattung", sagte sie dem deutschen Magazin "Spiegel". Darin verwehrt sie sich gegen eine Einmischung der EU und betont, dass auch für erkrankte Urlauber vorgesorgt ist.

"Wenn Gäste eine Gesundheitsbetreuung benötigen, wird sie ihnen ohnehin selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Für milde Verläufe haben sich die Tourismusregionen auf ein System der 'Safe Houses' verständigt. Das heißt: Es werden spezielle Unterkünfte bereitgestellt, in denen die Corona-Infizierten untergebracht werden", so Köstinger.

Weiters meinte sie: "Die können sich gegenseitig ja nicht mehr anstecken. So sorgen wir für maximale Sicherheit für alle Beteiligten. In Absprache mit den deutschen Gesundheitsbehörden können Infizierte ohne Symptome auch nach Hause gebracht werden."

Merkels Vorschlag lehnt Köstinger ab

Den Vorschlag der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU) für eine europaweite Regelung des heurigen Wintertourismus lehnt Köstinger ab. "Diesem Vorstoß kann ich nichts abgewinnen. Das liegt auch nicht in der europäischen Zuständigkeit. Ich wüsste nicht, auf welcher Rechtsgrundlage die EU die Schließung von Skigebieten verordnen sollte."

Ob sie denn selbst heuer Skifahren geht, wollte der "Spiegel zum Abschluss noch wissen. "Mit Sicherheit. Ich habe überhaupt keine Angst, dort infiziert zu werden" antwortete Köstinger. (apa)