Für den Lehrlingsbonus, mit dem ausbildende Unternehmen gefördert werden, sind bisher rund 19,5 Mio. Euro ausbezahlt worden, das entspricht 10.772 Förderfällen. Rund 58 Prozent der Anträge verteilen sich auf Lehrlinge im Bereich Gewerbe und Handwerk, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntag mit. Der Lehrlingsbonus sichere Lehrplätze für 23.000 Lehrlinge, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

"Bis Ende Oktober wurden für den Lehrlingsbonus 11.313 Anträge von Unternehmen gestellt, insgesamt konnten wir dadurch rund 23.000 Lehrausbildungsplätze sichern. Der Lehrlingsbonus ist eine Maßnahme, die doppelt hilft: Unsere heimischen Betriebe können weiterhin unser Vorzeigemodell Lehre anbieten und gleichzeitig haben wir jungen Menschen in diesem schwierigen Jahr eine Perspektive geboten", sagt die Ministerin in einer Aussendung.

Die meisten Anträge kamen aus Oberösterreich (2.283) und der Steiermark (1.825). Es folgten die Bundesländer Niederösterreich (1.688), Tirol (1.258), Wien (1.215), Salzburg (1.047), Kärnten (925), Vorarlberg (784) und das Burgenland (288). Anträge für die Übernahme von Lehrlingen aus der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) sind noch bis Ende März möglich.

Neues Lehrberufspaket

Im Berufsbildungsbeirat wurde ein neues Lehrberufspaket mit sechs überarbeiteten Lehrberufen beschlossen, zwei Lehrberufe werden von "Ausbildungsversuchen" zu "regulären" Berufsbildern übergeleitet. Davon betroffen sind rund 3.800 Lehrlinge.

Reformiert wurde der Lehrberuf Entsorgungs- und Recyclingfachkraft, es gibt nun ein neues Spezialmodul Additive Fertigung für den Lehrberuf Mechatronik zum "3D Druck", und das Berufsbild Medizinproduktekaufmann/Medizinproduktekauffrau wurde neu formuliert. Neuerungen gibt es auch in den Lehrberufen Verpackungstechnik, Systemgastronomiefachkraft sowie Binnenschifffahrt. Außerdem wurden zwei sogenannte Ausbildungsversuche (Forsttechnik, Zimmereitechnik) in die Regelausbildung übergeleitet. (apa)