Der Bankomat-Betreiber Euronet möchte in Österreich im ländlichen Raum expandieren und ist deshalb auf der Suche nach Flächen, die Gemeinden dafür entgeltfrei zur Verfügung stellen. Die Bevölkerung am Land habe zunehmend Probleme, Bargeld zu beziehen - mit zahlreichen Schließungen von Bankfilialen dünne sich das Netzwerk weiter aus, erklärte Euronet am Montag.

Die Euronet 360 Finance Ltd. wolle ihr Service mit dem Programm "Geldautomat für die Gemeinde" ausweiten. Denn laut einer Nationalbank-Studie von November betrage die Entfernung zum nächsten Geldautomaten in Gemeinden derzeit zwischen 1,3 und 2 km, erinnerte das Unternehmen. Man suche entgeltfreie Flächen, die Verantwortung für die Installation, Wartung, Reinigung und den laufenden Betrieb übernehme Euronet. Für Banken bestehe die Möglichkeit, mit Euronet zu kooperieren und gemeinsam einen Geldautomaten zu betreiben - bei optimierten Kosten für alle Parteien. Weitere Gespräche mit Gemeinden, Städten und Banken seien geplant.

Euronet installiert und betreibt seit über 25 Jahren Bargeldein-und -auszahlungssysteme. In Europa verfügt das Unternehmen über mehr als 28.000 Automaten in 28 Ländern, weltweit über 50.000 Geldautomaten. In Österreich kostet das Geldabheben bei Euronet 1,95 Euro. Laut Vergleichsportal durchblicker betreibt Euronet hierzulande 190 Bankomaten. (apa)