Nach viermonatigen Verhandlungen hat der deutsche Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions mit der Gewerkschaft einen Sozialplan für den Abbau von rund 2.600 Arbeitsplätzen geschlossen. An den Standorten des zum Volkswagen-Konzern gehörenden Unternehmens sollen nun Transfergesellschaften für die ausscheidenden Beschäftigten eingerichtet werden, sagte Vorstandschef Uwe Lauber am Mittwoch.

Neben dem Unternehmenssitz Augsburg sind auch Berlin, Hamburg, Oberhausen in Nordrhein-Westfalen und das niederbayerische Deggendorf betroffen.

Ursprünglich hatte der Hersteller von Dieselmotoren für Fracht-und Kreuzfahrtschiffe wegen der Coronapandemie den möglichen Abbau von nahezu 4.000 seiner weltweit etwa 14.000 Arbeitsplätze angekündigt. Allein in Deutschland standen 3.000 Jobs auf der Kippe. Bereits im August hatten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft IG Metall verständigt, nur 1.650 Arbeitsplätze in Deutschland und 950 im Ausland zu streichen.

Die Gewerkschaft wies noch einmal darauf hin, dass durch die Vereinbarung der einstmals von VW geplante Verkauf von MAN Energy Solutions zunächst vom Tisch sei. "Die Vereinbarungen sichern den Erhalt aller Standorte, retten allein in Augsburg fast 1.000 Arbeitsplätze und verhindern den Verkauf durch VW für die nächsten Jahre", sagte Augsburgs IG-Metall-Chef Michael Leppek. (apa/dpa)