Die Ötscherlifte und die Hochkar Bergbahnen in Niederösterreich werden zu Weihnachten in den Skiwinter starten. Am Freitagabend wurde durchgehender Betrieb ab dem 24. Dezember angekündigt. Auf dem Hochkar werden alle, auf dem Ötscher vorerst etwa 40 Prozent der Liftanlagen zur Verfügung stehen. Auch Pick-Up-Automaten (Hochkar) zum kontaktlosen Beziehen der Tickets wurde angekündigt.

Liftkarten werden einer Aussendung zufolge vorerst nur eingeschränkt ausgegeben, gelten lediglich halbtags (8.00-12.00 bzw. 12.00-16.00 Uhr) "und sind nur online zu kaufen". Saisonkartenbesitzern stehe das Skigebiet während der Öffnungszeiten uneingeschränkt zur Verfügung.

"Die aktuelle Situation verlangt Höchstleistungen von der Organisation. Wir haben alles gut auf Schiene gebracht und zudem Innovatives - wie Pick-Up-Automaten zum kontaktlosen Beziehen des Tickets - umgesetzt. Wir sind bestens vorbereitet auf einen guten Start zu Weihnachten", betonte Rainer Rohregger, Geschäftsführer der Hochkar Bergbahnen. Der Ticketverkauf wird der Aussendung zufolge limitiert und soll sich nach der Anzahl der geöffneten Liftanlagen richten.

Die Betriebszeiten wurden ausgeweitet. Die Lifte fahren bereits um 8.00 Uhr. Halbtagestickets kosten für Erwachsene 32 Euro, Jugendliche (elf bis 18 Jahre) zahlen 25 Euro, Kinder zehn Euro. Die Karten werden nur online verkauft und können ab sofort unter www.hochkar.at und www.oetscher.at erworben werden.

Einmal mehr wurde am Freitagabend darauf hingewiesen, dass "keine Gastronomie geöffnet" sein wird. Toiletten würden freilich "in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung gestellt". Gemäß dem Covid-19-Sicherheitskonzept muss in Wartebereichen und auf allen Liftanlagen von Personen ab sechs Jahren verpflichtend Mund-Nasenschutz getragen werden. Sie Anstellbereiche sollen entzerrt werden, um Ansammlungen zu vermeiden.

Skifahren in Vorarlberg ab dem 24. Dezember erlaubt

In Vorarlberg wird Skifahren ab dem 24. Dezember erlaubt sein - unter strengen Sicherheitsvorschriften. Das hat Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Freitagabend bekräftigt. "Es geht darum, der einheimischen Bevölkerung die Chance zu geben, ein bisschen an die frische Luft zu kommen", sagte der Landeshauptmann. Von einem großen "Skizirkus" sei man angesichts geschlossener Hotels, Gastronomiebetrieben und fehlender Gäste meilenweit entfernt.

Wallner verwies auf der Online-Plattform "Vorarlberg Online" und gegenüber dem ORF Vorarlberg darauf, dass man in Vorarlberg schon vor Wochen ein Konzept für sicheres Skifahren erarbeitet habe, nun werde man noch eine Verordnung erlassen. Im Endeffekt wolle man den einheimischen Familien, Kindern und Jugendlichen ermöglichen, "sich zwei oder drei Stunden zu bewegen". Der Landeshauptmann betonte, dass es keine Warteschlangen an den Liften oder volle Gondeln geben werde. Sollten die vorgegebenen Regeln überschritten werden, "greifen wir sofort ein", kündigte Wallner an.

Laut Angaben der steirischen und Kärntner Landespolitik in Graz und Klagenfurt vom Freitagabend koordinieren sich die Länder noch unter der Federführung Salzburgs für einheitliche Regeln.

Auch Oberösterreich lässt Skibetrieb zu

Auch Oberösterreich lässt das Aufsperren der Skigebiete zu. Diese "werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geöffnet", kündigte Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) Freitagabend in einer Aussendung an. "Damit wird der Bevölkerung die Möglichkeit geboten, Skifahren als Sportart im Freien zu betreiben und sich so in der freien Natur bewegen zu können."

Liftkarten und Skipässe sollen vorwiegend online verkauft werden, beim Anstellen bei den Seilbahnen sowie in den Gondeln müssen FFP2-Masken getragen werden, in Gondeln darf nur die Hälfte der verfügbaren Plätze belegt werden, die Parkplätze bei den Seilbahnen müssen eingeschränkt werden, so Achleitner. Zudem ist der Take-away-Verkauf bei den Skihütten untersagt. "Mit diesen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass den Menschen ein Skivergnügen in den Weihnachtsferien ermöglicht wird, dieses aber zugleich auf das Skifahren beschränkt bleibt."

Bundesländer koordinieren sich noch für Liftbetrieb

In der Steiermark sollen Skilifte und Seilbahnen trotz neuerlichen Lockdowns wie geplant ab 24. Dezember den Betrieb aufnehmen dürfen - sofern sie die noch vom Bund vorzulegenden Mindestanforderungen und Sicherheitsvorschriften erfüllen. Aus dem Büro von Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hieß es Freitagabend, dass man sich mit den anderen Bundesländern abstimmen wird, um eine einheitliche Vorgehensweise sicherzustellen.

Auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach in der ORF-Sendung Kärnten heute davon, dass sich die Länder noch absprechen würden. Für den Sport solle es ein österreichweites Konzept geben, das unter Federführung vom Land Salzburg erstellt werde, so Kaiser.

Das Land Steiermark werde dann eine erforderliche ergänzende Verordnung erlassen, die mit den anderen Ländern und dem Bund abgestimmt sein wird. Durch die soll der Betrieb ab 24. Dezember ermöglicht werden. Menschenansammlungen etwa an den Kassen müssten allerdings streng vermieden werden. "Die konkrete Entscheidung darüber, ob eine Öffnung erfolgen soll, wird bei den Betreibern liegen", wurde betont. Den Seilbahnern wird damit frei gestellt, ihren Betrieb aufzunehmen.

Die Koordination der Bundesländer sei speziell auch deswegen notwendig, weil Skigebiete sich auch über Bundeslandgrenzen hinweg erstrecken und dann unterschiedliche Vorgaben ein Problem darstellen würden.

(apa)