Rund 60 Prozent der österreichischen Unternehmen bewerten das Jahr 2020 trotz Corona, Kurzarbeit und Umsatzeinbußen aus Unternehmenssicht insgesamt positiv, rund drei Viertel starten mit einer positiven Erwartungshaltung ist neue Jahr - das hat eine Umfrage des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 ergeben, die der KSV zum Ende des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 unter 600 Unternehmen durchgeführt hat. Ihre größte Sorge ist die "Unsicherheit, wann die Covid-19-Krise endet".

Zwar haben sechs von zehn Unternehmen das vergangene Jahr insgesamt positiv bewertet, andererseits sehen es 40 Prozent deutlich negativer, darunter 13 Prozent sogar "sehr negativ".

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der ersten zwei Lockdowns waren für rund ein Drittel der Unternehmen gleich negativ. Für ein Viertel fiel der zweite Lockdown weniger dramatisch aus als der erste, während Lockdown I und II für 17 Prozent der Betriebe keine finanziellen Auswirkungen zur Folge hatten. 8 Prozent berichten, dass sich die beiden Lockdowns durchaus positiv auf ihre Finanzen ausgewirkt hätten.

Unsicherheit ist größte Sorge

Mit einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage rechnet etwas mehr als die Hälfte der Betriebe noch in diesem Jahr, 27 Prozent erwarten diese jedoch frühestens im 3. Quartal 2021. Weitere 27 Prozent richten ihren Blick hoffnungsvoll ins Jahr 2022, während 11 Prozent davon überzeugt sind, dass es frühestens 2025 zu einer wirtschaftlichen Entspannung kommen wird.

Für 52 Prozent ist die Unsicherheit, wann die Coronakrise endet, derzeit die größte Sorge. Dahinter folgen mit 40 Prozent die Gefahr einer Covid-19-Infektion der Mitarbeiter und die Ungewissheit, wie es nach der Pandemie aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht weitergeht (38 Prozent). Darüber hinaus sorgen der Zahlungsverzug von Kunden (32 Prozent) und der Umstand, dass Mitarbeiter (wieder) in Kurzarbeit geschickt werden müssen (25 Prozent) für gehöriges Kopfzerbrechen. (apa)