Während angehende Skilehrer aus Großbritannien derzeit die Wogen hochgehen lassen, müssen 643 Skilehrer zu Hause Daumen drehen. So viele als arbeitslos vorgemerkte Pistenprofis verzeichnete das AMS im Dezember 2020. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren 68 auf Jobsuche.

Die meisten Arbeitssuchenden gab es zum Jahresende 2020 in Tirol mit 263, gefolgt von Salzburg mit 157. Schlusslicht bildet das Burgenland mit zwei vorgemerkten Skilehrern.

Nachdem am Donnerstag 29 Corona-Fälle bei einem Skilehrerkurs in Flachau (Pongau) bekannt geworden waren, wurden Skilehrerkurse in Salzburg bis auf Weiteres abgesagt. Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat mit dem Salzburger Skilehrerverband (SBSSV) diesen Konsens vereinbart. Laut dem Obmann des Skilehrerverbandes, Gerhard Sint, wurden alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten. Am 24. Jänner wird ein Corona- Massentest in Flachau durchgeführt.

Mehr als 1.000 Teilnehmer hätten die Aus-, Fort- und Weiterbildungen des SBSSV seit dem ersten Lockdown im März 2020 ohne Zwischenfälle absolviert, sagte Sint. "Wie es zu den Infektionen in Flachau kam, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Daher haben wir bis zur Ursachenfindung der Infektion sämtliche Kurse abgesagt beziehungsweise bis auf weiteres verschoben. Wir arbeiten mit Hochdruck eng mit der Gesundheitsbehörde zusammen", erklärte er. (apa)