Das Friseurunternehmen Bundy Bundy (vormals Bundy & Bundy, Anm.) hat für ihre Kette "Bundy Bundy Style In" ein Insolvenzverfahren beantragt. Das teilte die Firma am Freitag mit. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Die Salons der Marke "Bundy Bundy Exklusiv" sind nicht betroffen. Hier seien Umstrukturierungsmaßnahmen bereits durchgeführt worden, hieß es.

Strukturveränderungen im Friseur-Business hätten in den vergangenen Jahren das mittlere Segment vor große Herausforderungen gestellt, wurde beklagt. Der betroffene Unternehmensteil sei trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen unter wirtschaftlichen Druck geraten. Aus- und Weiterbildungskosten sowie hohe Mieten an Frequenzstandorten seien dabei bedeutende Faktoren gewesen.

"Die coronabedingten Einschränkungen sowie die Effekte aus den bisher drei Lockdowns und die unsicheren Aussichten für die kommenden Monate haben die Situation soweit verschärft, dass nun wegen Liquiditätsproblemen die Zahlungsunfähigkeit droht." Nun sei ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt worden: "Damit wird eine Weiterführung der Salons angestrebt, und diese werden nach dem Lockdown auch wieder offen haben." Für die Servicegesellschaft der Firma wurde ein Konkursverfahren beantragt.

Firma hat zehn Standorte

Das Unternehmen betreibt laut eigenen Angaben zehn Style-In-Standorte, acht davon in Wien, einen in Eisenstadt und einen in Haid (Oberösterreich). Dort - sowie in der Service GmbH - sind insgesamt 144 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Nicht betroffen sind zwei als Franchise-Standorte geführte Niederlassungen in Oberwart und Seiersberg. Die 62 Arbeitsplätze der Exklusiv GmbH und deren drei Standorte in Wien bleiben demnach ebenfalls unverändert erhalten.

Der Familienbetrieb eröffnete 1919 den ersten Salon. In den 1960er Jahren gewannen die Brüder Hans und Georg Bundy die Friseur-Weltmeisterschaft. Sie leiten das Unternehmen bis heute. (apa)