Im Untersuchungsausschuss zur Commerzialbank Mattersburg (Cb) hat am Mittwochvormittag die für 10.00 Uhr geplante Befragung von Ex-Bankchef Martin Pucher für Spannung gesorgt. Die Fraktionen, die sich schon eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung trafen, um mit Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ) den Ablauf zu besprechen, erwarteten sich von Pucher zahlreiche Informationen zu den Malversationen und Geldflüssen.

ÖVP-Klubobmann Markus Ulram sagte vor der Sitzung, dass er vor allem nach einem "SPÖ-Insidernetzwerk" fragen wird. Dieses will Ulram auch bei der Mattersburger Bürgermeisterin Ingrid Salamon (SPÖ) erfragen, die ebenso wie Pucher, Gottfried Haber, Vizegouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), und Marlies Stubits, Gruppenvorständin im Amt der burgenländischen Landesregierung, geladen ist.

Pucher wird aus gesundheitlichen Gründen nur für eine verkürzte Befragung von rund 45 Minuten zur Verfügung stehen. Die Fragen wurden vorab bekannt gegeben, außerdem wird er von einem Arzt und Ehefrau Elisabeth Pucher begleitet. Bis zuletzt wurde befürchtet, dass Pucher seinen Besuch im U-Ausschuss kurzfristig doch noch absagen könnte. Er dürfte aber bereits im Kultur- und Kongresszentrum eingetroffen sein. (apa)