Im Coronajahr 2020 hat die Raiffeisen Bank International (RBI) rund ein Drittel weniger Gewinn gemacht. Unterm Strich blieben 804 Millionen Euro übrig, das sind um 34,5 Prozent weniger als im Vorjahr, teilte die Bank am Freitag mit. Im Zuge der Krise legte die RBI deutlich mehr Geld für faule Kredite zurück. Bis Ende des Jahres lagen die Kreditvorsorgen bei 630 Mio. Euro, nach 234 Millionen Euro im Vorjahr.

Operativ waren die Ergebnisse ebenfalls rückläufig. Belastet hatten Zinssenkungen, Lockdown-Maßnahmen und Abwertungen in den meisten Währungen in Zentral- und Osteuropa (CEE), heißt es in der Aussendung der RBI.

Der Zinsüberschuss ging um 5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück und der Provisionsüberschuss fiel um 3,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis reduzierte sich um 5,1 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

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Einen Ausblick auf das laufende Jahr gab die Bank bei Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen noch nicht. Die endgültigen, geprüften Zahlen werden am 17. März bekannt gegeben.

Die RBI hat weiterhin die Absicht, eine Dividende an ihre Aktionäre auszuschütten. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen der EZB will der Vorstand bei der Hauptversammlung am 22. April eine Dividende von 0,48 Euro je Aktie vorschlagen. Sobald die Empfehlung der EZB aufgehoben sei, soll eine zusätzliche Dividendenausschüttung erwogen werden. (apa)