Der Einfluss der Corona-Maßnahmen auf die Stromlast in Österreich ist während des zweiten und auch dritten Lockdowns geringer als noch beim ersten Lockdown. Das zeigen Zahlen des Stromnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG). So liegt der Stromverbrauch Mitte Februar etwa mit minus zwei Prozent und 1.361 Gigawattstunden auf einem etwas niedrigeren Niveau, bezogen auf den Durchschnitt aus 2017 bis 2019 (1.393 Gigawattstunden).


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Im Jänner war Österreich ein Stromimportland. Der Spitzenwert am 11. Jänner lag bei 84 Gigawattstunden. Grund für den erhöhten Importbedarf ist, dass die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in den Wintermonaten abnimmt: vor allem die Produktion aus Laufwasserkraft und Photovoltaikanlagen sinkt. Doch selbst wenn die Stromerzeugung aus Erneuerbaren übers Jahr gesehen gut ist – so wie es 2020 der Fall war – waren es wieder einmal fehlende Netzkapazitäten, die eine optimale marktwirtschaftliche Verteilung verhinderten.

"Den Verbrauchern haben die notwendigen Maßnahmen im Jahr 2020 monatlich rund 11 Millionen Euro gekostet", sagt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG. "Das zeigt wie dringend die Investitionen in ein leistungsstarkes Stromnetz für die Versorgungssicherheit des Landes und das Erreichen der Energiewende sind." Dazu werde die APG in 2021 rund 357 Millionen Euro in die Strominfrastruktur investieren.