Die Lufthansa-Tochter AUA hat einen Abnehmer für jene drei Langstreckenflieger gefunden, die zum Verkauf standen. Die Maschinen vom Typ Boeing 767-300ER gehen an das US-Unternehmen MonoCoque Diversified Interests, wie die AUA in einer Pressemitteilung bekanntgibt. Der Kaufvertrag ist bereits unterschrieben, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der erste Flieger mit der Registrierung OE-LAT wird Wien Anfang März Richtung Pinal Airpark, Arizona, verlassen. Aktuell durchläuft das Flugzeug alle notwendigen Vorbereitungen für die Übergabe. Der nächste Überstellflug ist für Mai mit der OE-LAX geplant.

Weiterhin neun Langstreckenflieger zur Verfügung

Nach der erfolgten Ausflottung hat die AUA weiterhin neun Langstreckenjets zur Verfügung. Es handelt sich dabei um sechs Boeing 777 mit über 300 Sitzen sowie drei Boeing 767 mit über 200 Sitzen.

Bis Anfang 2022 werden insgesamt 28 Flugzeuge die Flotte von Österreichs Heimatairline verlassen: Neben den erwähnten drei Boeing 767-300ER werden 18 Dash Turboprops sowie sieben Airbus A319 Jets abgegeben. Zehn der genannten Turboprops haben Wien bereits verlassen, die acht verbleibenden folgen demnächst. Damit wird die Flotte bis Anfang 2022 aus rund 60 Flugzeugen bestehen. Da vorwiegend kleinere Flugzeuge stillgelegt werden, entspricht das einer Kapazitätsreduktion von etwa 20 Prozent.

 Die AUA musste vergangenes Jahr wegen der Coronakrise mit 450 Mllionen Euro Staatsgeld gerettet werden. Konkret bekam die Lufthansa-Tochter 150 Millionen Euro Zuschuss aus Steuergeld sowie 300 Millionen Euro als Kredit, der zu 90 Prozent von der Republik Österreich besichert ist.

Der deutsche Mutterkonzern schoss seinerseits weitere 150 Millionen Euro zu. Sollte die Lufthansa-Tochter AUA den Kredit nicht zurückzahlen können, gehen die - dann zahlungsunfähige - AUA und deren nicht geleaste Flugzeuge in das Eigentum des Staates über, wie es damals bei der Vertragsunterzeichnung hieß.