Winterurlaub hat in der heurigen Saison 2020/21 wegen der Coronapandemie noch nicht stattgefunden. Seit Anfang November sind alle Hotels und Pensionen wegen der Infektionslage behördlich geschlossen. Nur Dienstreisen und Kuraufenthalte sind im Lockdown erlaubt. Bis Ende Jänner kommen die Beherbergungsbetriebe dadurch auf 2,61 Millionen Nächtigungsbuchungen - ein Rückgang von 92,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie vorläufige Daten der Statistik Austria zeigen.

Zwischen November 2020 und Jänner 2021 wurden somit um 31,39 Millionen weniger Übernachtungen im heimischen Tourismus verzeichnet als vor einem Jahr. Die Zahl der Urlaubsgäste minimierte sich um 94,8 Prozent auf rund 520.000.

"Vor dem Hintergrund behördlich verordneter Betriebsschließungen seit 3. November ist der Tourismus in Österreich in der ersten Hälfte der Wintersaison 2020/21 mit einem Minus von 92,3 Prozent nahezu zum Erliegen gekommen", fasste Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Freitag zusammen. Die Nächtigungen, die heuer von November bis Jänner gemeldet wurden, gingen vor allem auf Kurgäste und Geschäftsreisende zurück.

Im Monat Jänner kam der heimische Tourismus lediglich auf 0,79 Millionen Nächtigungen, was einem Minus von 95,2 Prozent bzw. von 15,43 Millionen Buchungen entspricht. Die Übernachtungen ausländischer Gäste sackten im Vergleich zum Jänner 2020 um 98,4 Prozent auf 0,21 Millionen ab, jene der inländischen Gäste um 80,6 Prozent auf 0,57 Millionen.

Dass trotz der weitgehenden Schließung der Beherbergungsbetriebe überhaupt Nächtigungen stattfanden, ist auf die genannten Ausnahmeregelungen in der Covid-19-Verordnung zurückzuführen. Neben den genannten Kuraufenthalten und Übernachtungen aus geschäftlichen Gründen, etwa auch von Handwerkern auf Montage, waren das auch Nächtigungen von Profisportlern.