Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im Coronajahr 2020 bei stabilen Einnahmen weniger Gewinn gemacht. Das Ergebnis vor Steuern sank um 33,7 Prozent auf 346 Mio. Euro und lag damit am oberen Ende der erwarteten Bandbreite von 300 bis 350 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen betrugen 10,43 Mrd. Euro (plus 0,3 Prozent), wie das Unternehmen heute mitteilte. Der Dividendenvorschlag lautet auf 75 Cent/Aktie (nach 1,15 Euro/Aktie). Heuer erwartet die VIG mehr Gewinn.

"Unter der Annahme der derzeitigen Entwicklung gehen wir für 2021 von einem stabilen Prämienvolumen in der Höhe von 2020 aus", so VIG-Chefin Elisabeth Stadler am Dienstag in einer Pressemitteilung zu den vorläufigen Zahlen. "Den Gewinn vor Steuern streben wir für 2021 in einer Bandbreite von 450 Mio. bis 500 Mio. Euro an und kehren damit auf das Vorkrisenniveau zurück." Der im November vergangenen Jahres angekündigte Zukauf des Osteuropa-Geschäfts der niederländischen Aegon ist laut VIG darin noch nicht inkludiert.

Im Vorsteuerergebnis von 346 Mio. Euro seien auch die zum Halbjahr 2020 getätigten coronabedingten Firmenwertabschreibungen in der Höhe von rund 120 Mio. Euro für die Märkte Bulgarien, Kroatien und Georgien enthalten. Das Nettoergebnis sank um 30 Prozent auf 231,5 Mio. Euro. Die Combined Ratio - Kosten und Schäden gemessen an den Einnahmen - verbesserte sich auf 95 Prozent und soll weiter nachhaltig bei rund 95 Prozent liegen. (apa)