Anfang Jänner herrschte Aufregung in den Kontrollzentren der europäischen Stromnetzbetreiber. Denn in Südosteuropa kam es zu einer Störung. Die Stromnetze in Europa sind miteinander verbunden und werden synchron mit einer Netzfrequenz von 50 Hertz (Hz) betrieben. Es gibt einen kleinen Spielraum: Die Frequenz darf maximal 200 Millihertz abweichen, um einen Stromausfall zu verhindern.

Am frühen Nachmittag am 8. Jänner wurde die Grenze jedoch deutlich überschritten. Ein hoher Stromfluss von Süden nach Norden führte zur Überlastung in einem kroatischen Umspannwerk. Innerhalb von Sekunden fielen in mehreren Ländern 14 Leitungen aus.

Was genau passiert ist, wo die Ursache lag und wie die Stromversorgung aufrechterhalten konnte, zeigt der österreichische Stromnetzbetreiber APG (Austrian Power Grid) in einer Video-Simulation.