Nachdem der Nationalrat am Donnerstagabend die Einführung eines Klimatickets auf den Weg gebracht hat, erwartet sich Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) von Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne) nun eine rasche Einladung zu einer politischen Abstimmungsrunde der Verkehrslandesräte zu dem Projekt. "Für uns stand immer außer Frage: Wir sagen ja zum 1-2-3-Ticket, wenn die Rahmenbedingungen passen", betonte Schleritzko am Freitag.

"Nachdem auch der Nationalratsbeschluss einen Konsens mit den Bundesländern vorsieht, bevor die notwendigen Verordnungen in Kraft treten können, erwarte ich nun rasche Gespräche mit allen neun Verkehrslandesräten. Wir stehen für diese Runde bereit", hielt der Mobilitätslandesrat fest.

Nach wie vor sei vor allem die Abgeltung von Kosten für die regionalen Stufen 1 und 2, aber auch für die österreichweite Stufe 3 die "entscheidende Frage", die gelöst werden müsse. "Nicht nur als Verkehrslandesrat, sondern gerade auch als Finanzreferent des Landes Niederösterreich gilt es darauf zu achten, dass unser Haushalt nicht überfordert wird. Aus diesem Grund pochen wir auch auf eine gesamtheitliche Lösung aller Ticketstufen. Die gleichzeitige Einführung ist darüber hinaus die effektivste Maßnahme für die Pendlerinnen und Pendler im Land", sagte Schleritzko. (apa)

Der Nationalrat hat am Donnerstagabend mit der Zustimmung zur Errichtung einer One Mobility GmbH und zur Einführung eines Klimatickets den organisatorischen und rechtlichen Rahmen für einen bundesweiten Öffi-Fahrschein geschaffen. Dagegen stimmte nur die FPÖ.