Die Österreichische Beteiligungs AG, kurz ÖBAG, verwaltet die Anteile des Staates an wichtigen börsenotierten Firmen wie OMV, Telekom Austria, Post und Verbund. Die ÖBAG managt somit über 26 Mrd. Euro Staatsvermögen, das sind fast 3.000 Euro pro Einwohner. Auch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) gehört zur ÖBAG, die früher ÖIAG und ÖBIB hieß. Insgesamt ist Alleinvorstand Thomas Schmid damit Herr über elf Unternehmen.

Eines der wertvollsten Assets der ÖBAG ist die OMV, die derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 14,2 Mrd. Euro hat. Der Staatsanteil von 31,50 Prozent, den die ÖBAG verwaltet, ist damit mehr als 4,4 Mrd. Euro wert. Schmid ist in der OMV Vize-Aufsichsratspräsident. Beim Verbund mit einer Marktkapitalisierung von 10,5 Mrd. Euro ist Schmid Chef des Aufsichtsrates.

Die ÖBAG hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach dem Schlamassel rund um den Einstieg von Carlos Slims America Movil bei der Telekom Austria wurde die ÖIAG zur ÖBIB umgebaut und der sich bis dahin selbst erneuernde Aufsichtsrat abgeschafft. 2019 wurde aus der ÖBIB GmbH dann wieder eine AG, die ÖBAG - oder wie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) in einer WhatsApp-Nachricht schrieb, die "Schmid AG". (apa)