Abseits von Katastrophenmeldungen in zahlreichen Wirtschaftssektoren gab es am Freitag rückblickend auf das erste Vierteljahr positive Nachrichten von der Wiener Börse. Im Auftaktquartal wurde an einigen Rekordzahlen gekratzt. Demnach brachte der 19. März 2021 (Quartalsverfallstag) im Aktienhandel den umsatzstärksten Tag seit September 2008. Mit 1,3 Milliarden Euro sorgten die Handelsteilnehmer da für viermal mehr Geldumsatz als an einem durchschnittlichen Handelstag .

Und mit mehr als 1.400 Neulistings war 2021 das historisch bisher beste erste Quartal bei Anleihen, teilte die Börse am Karfreitag in ihrem aktuellen Quartalsrückblick ein Jahr nach dem Corona-Einbruch mit.

Von Jänner bis März 2021 gab es mit 20,5 Milliarden Euro an Aktienumsätzen in Wien annähernd so viel Umsatz wie in dem von der Krisenstimmung dominierten ersten Quartal 2020 (21,7 Milliarden Euro). Die umsatzstärksten österreichischen Aktien waren 2021 bisher OMV (3,39 Milliarden Euro, Erste Group (2,64 Milliarden Euro), Verbund (2,24 Milliarden  Euro), Voestalpine (1,54 Milliarden Euro) und Raiffeisen Bank International/RBI (1,08 Milliarden Euro).

Der ATX-Index hat sich binnen eines Jahres verdoppelt. Der heimische ATX Total Return hat seinen bisherigen Jahreshöchststand am 30. März 2021 mit 6.250,93 Punkten erreicht, er rückte damit seinem Allzeithoch (6.727,44 Punkte, 9. Juli 2007) näher. 19 von 20 ATX-Aktien notierten aktuell auf Jahressicht im Plus.

Die Marktkapitalisierung heimischer in Wien notierter Firmen lag per 31. März 2021 bei 119,43 Milliarden Euro. (apa)