Eine Schließung des MAN-Werkes in Steyr (Oberösterreich), wie sie derzeit im Raum steht, hätte für die gesamtösterreichische Wirtschaftsleistung und die Region massive negative Folgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Leiters der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ, Friedrich Schneider. Es drohe ein Rückgang des heimischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 957 Millionen Euro sowie der Verlust von 8.400 Arbeitsplätzen - inklusive der Jobs im MAN-Werk.

"Diese negativen wirtschaftlichen Auswirkungen fallen zumindest zu 75 Prozent in Ober- und Niederösterreich an und stellen für diese Bundesländer eine starke Belastung dar", hält Schneider in der am Ostermontag vorgelegten Studie fest. "Zusätzlich werden die öffentlichen Haushalte mit steigenden Kosten für Arbeitslosigkeit und durch Steuerausfälle belastet."

Laut dem Linzer Ökonomen sollten daher alle Anstrengungen unternommen werden, den kontinuierlichen Fortbestand des Lkw- und Bus-Werkes zu sichern.

Belegschaft stimmt am 7. April über Wolfs Angebot ab

Für das MAN-Werk in Steyr, das im Durchschnitt der beiden vergangenen Jahre 1,1 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat, interessiert sich die WSA Beteiligungs GmbH des Österreichers Siegfried Wolf. Der ehemalige Magna-Chef plant eine Verkleinerung der Stammbelegschaft von 1.845 auf 1.250 Personen und Gehaltskürzungen. Die Mitarbeiter sollen am kommenden Mittwoch (7. April) darüber abstimmen. Wie es im Fall eines negativen Votums weitergeht, ist offen. MAN ist ein Tochterunternehmen des VW-Konzerns. (apa/kle)