Wie das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) am Dienstag per Aussendung bekannt gab, wird der Ökonom Gabriel Felbermayr, derzeit Präsident des deutschen Instituts für Weltwirtschaft (IfW), ab Oktober 2021 die Leitung des Wifo übernehmen.

"Das Wifo ist eine wissenschaftliche Einrichtung mit fast hundertjähriger Tradition und Wien ist ein toller Standort für angewandte wirtschaftswissenschaftliche Forschung. Ich freue mich sehr darauf, die Relevanz von Österreichs führendem Institut in meiner Heimat und in Europa weiter auszubauen", freut sich der  44-jährige, gebürtige Oberösterreicher über seinen neuen Job. 

Felbermayr ist seit März 2019 am Kieler IfW tätig und Professor an der dortigen Universität. Davor war er jahrelang am Münchner ifo-Institut.  Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Themen der Europäischen Wirtschaftspolitik, Handelspolitik, Arbeitslosigkeit, Ungleichheit, internationale Migration und Entwicklung. 

Schon im Feber war Felbermayr als möglicher Nachfolger für den im Sommer abtretenden Wifo-Leiter Christoph Badelt genannt worden. Die Auswahlkommission für die Nachfolge Badelts hat sich einstimmig für Felbermayr ausgesprochen, danach hat sich der Vorstand einstimmig dieser Meinung angeschlossen. 

Das Wifo gilt als das wichtigste heimische Forschungsinstitut, das neben Konjunkturprognosen laufend Publikationen zu wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen veröffentlicht. Auch das Institut für Höhere Studien (IHS) sucht einen neuen Leiter, nachdem der frühere - Martin Kocher - Arbeitsminister geworden ist.