Franz Kirnbauer, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ), hat am Dienstag scharfe Kritik an der Lockdown-Verlängerung geübt. Der Schritt sei "unverhältnismäßig und nicht gerechtfertigt", teilte er in einer Aussendung mit. Betriebe seien nachweislich nicht die Orte, an denen sich das Virus verbreite. "Der Fachhandel muss umgehend aufsperren. Vor allem der Modehandel steht mit dem Rücken zur Wand", ergänzte Landesgremialobfrau Nina Stift.

"Für die Tatsache, dass sich viele Menschen im Land nicht mehr an die vorgeschriebenen Maßnahmen halten, kann und darf der NÖ Handel nicht zum Sündenbock gemacht werden", ließ Kirnbauer wissen. Das "Vorpreschen" Niederösterreichs, den Lockdown vorzeitig zu verlängern, verstehe er nicht. Was den Modehandel angehe, der im vergangenen Jahr bereits 24 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen habe müssen, seien viele Unternehmen "wirtschaftlich am Ende. Es geht um Existenzen", hielt Nina Stift fest. (apa)