Corona und die damit einhergehenden Maßnahmen haben den heimischen Seilbahnen erwartungsgemäß einen wirtschaftlichen Tiefschlag versetzt. 143,5 Millionen Euro setzten sie von November bis April an den Kassen um - um rund 90 Prozent bzw. über eine Milliarde weniger als im Winter 2019/2020, sagte Seilbahn-Obmann Franz Hörl im APA-Gespräch. Die Vorjahressaison, die im März 2020 mit einem Lockdown abrupt endete, hatte noch rund 1,41 Mlliarden Euro an Kassenumsatz gebracht.

Dies bedeutete bereits damals ein Minus von rund neun Prozent gegenüber dem bisher letzten "Normalwinter" 2018/2019, der noch 1,55 Milliarden Euro in die Kassen gespült hatte. Vor allem in den westlichen Tourismus-Zentren sei es heuer zu einem "fast Totalverlust", gekommen, so Hörl. Und letztere würden aufgrund der dort traditionell hohen Umsätze und der größeren Anzahl wesentlich mehr am Gesamt-Kassenumsatz ausmachen. Etwas besser sah die Situation in den Stadt-nahen, meist kleineren, Skigebieten aus. Dort machten die Umsätze knapp 50 Prozent der Vorjahresergebnisse aus, im Osten in Einzelfällen etwas mehr.

Zurückschrauben muss man offenbar auch bei den Neuinvestitionen für die kommende Wintersaison: "Diese werden an die 70 Prozent zurückgehen", erklärte der Zillertaler Hotelier und Seilbahner.

Dass die Seilbahnen trotz ausbleibender Touristen für die Einheimischen öffneten, wurde von der Politik mehrmals lobend erwähnt, am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP): "Es war ein Erlebnis für die Einheimischen". Die Öffnung sah er zudem als "positives Signal der Tiroler Tourismusgesinnung".