Die oekostrom AG hat 2020 etwas mehr Energie abgesetzt als im Jahr davor. Kundenzahl und Umsatz blieben stabil. Der Gewinn ist geringer ausgefallen. Die Stromproduktion ist in einem schwachen Windjahr zurückgegangen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. In den kommenden Jahren soll die Erzeugung kräftig ausgebaut werden. So steht im burgenländischen Parndorf ein Repowering an: Ab 2022 werden 14 bestehende Anlagen durch 7 neue leistungsfähigere Windräder ersetzt.

Daneben erfolgen Projektentwicklungen für Photovoltaik-Freiflächen und -Dachanlagen. Heuer werde etwa die Errichtung der ersten Groß-Photovoltaik-Anlage der oekostrom AG mit einer Leistung von 1 MWp auf Industriehallendächern im Burgenland abgeschlossen. Im Vorjahr ist die Stromerzeugung auf 110 Gigawattstunden (GWh) zurückgegangen.

Auch für die oekostrom AG sei das Jahr 2020 von der Covid-19-Krise geprägt gewesen, heißt es in der heutigen Pressemitteilung. Die Geschäftstätigkeiten habe man aber ohne Einschränkungen fortführen können. Die Energieversorgung und die Kundenbetreuung seien zu jeder Zeit gesichert gewesen.

Kundenzahl stabil

Der Energieabsatzmenge stieg um 2 Prozent auf 355 GWh. Grund dafür sei die Verdoppelung der Kundenzählpunkte bei Wärme auf 5.000. Insgesamt sei die Zahl der Kunden nach einem starken Wachstum 2019 im Jahr 2020 stabil bei rund 80.000 geblieben. Nächstes Etappenziel im Vertrieb seien 100.000 Kunden. Der Umsatz lag stabil bei 46,8 Mio. Euro.

Der Konzernergebnis ohne Fremdanteile ging von 1,2 Mio. Euro auf 952.000 Euro zurück, das war das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) blieb laut Geschäftsbericht stabil bei 1,8 Mio. Euro, das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug erneut 4,4 Mio. Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von unverändert 0,25 Euro je Aktie erhalten.

"Um das Wachstum zugunsten des Klimas voranzutreiben", biete die oekostrom AG ab Ende Mai neue Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 4,1 Mio. Euro an. "Wir laden alle Interessierten ein, sich die Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens genau anzuschauen, und freuen uns als breite Publikumsgesellschaft über eine starke Beteiligung vieler Menschen, denen Klima-und Umweltschutz ein Anliegen ist", so Finanz- und Produktionsvorstand Ulrich Streibl, der ab Mai auch Vorstandssprecher sein wird. Ebenfalls ab Mai komplettiert Hildegard Aichberger als neue Marketing- und Vertriebsvorständin das Vorstandsduo. (apa)