Der Uniqa-Versicherungskonzern ist besser ins neue Jahr gestartet als von Analysten erwartet. Das Vorsteuerergebnis (EGT) betrug im ersten Quartal 112,1 Mio. Euro, nach 13,9 Mio. Euro Minus ein Jahr davor. Der Konzerngewinn lag bei 89,4 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Verlust. Anfang 2020 hatte die Uniqa wegen der coronabedingt schwachen Kapitalmärkte in den letzten März-Wochen ihren ersten Quartalsverlust seit dem Jahr 2011 hinnehmen müssen.

Analysten hatten jetzt im Schnitt ein EGT von 76 Mio. Euro erwartet. Deren Prognosen zum Anstieg der verrechneten Prämien erreichte die Uniqa mit rund 13 Prozent auf 1,783 Mrd. Euro annähernd. Das starke Prämienplus resultiert großteils aus dem Erwerb des AXA-Geschäfts in Polen, Tschechien und der Slowakei mit dem vierten Quartal 2020.

Übertroffene Erwartungen


Mit einem Kapitalanlageergebnis von 150,1 Mio. Euro übertraf die Uniqa die Erwartungen der Finanzexperten deutlich, die im Schnitt mit 133 Mio. Euro rechneten. Der Anstieg im Vergleich zum schwachen ersten Quartal 2020 betrug 67,4 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Treiber seien höhere Realisate aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren gewesen. Der Kapitalanlagebestand sank leicht von 22,32 auf 21,89 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr 2021 erwartet die Uniqa Group "weiterhin ein Ergebnis vor Steuern etwa auf dem Niveau von 2018" - damals hatte das EGT rund 295 Mio. Euro betragen.