Vor der Coronapandemie haben in Österreich laut Schätzungen Arbeitnehmer im Schnitt fünf Stunden pro Woche mit informellem Lernen verbracht, im Fall von ausgedehnten Lockdowns waren es eineinviertel Stunden weniger. Das zeigt der am Dienstag veröffentlichte Skills Outlook 2021, den die OECD am Dienstag veröffentlicht hat. Die Daten von Österreich liegen dabei sowohl vor der Coronapandemie als auch während eines Lockdowns genau im OECD-Schnitt.

Und auch sonst findet sich Österreich vielfach im Mittelfeld: In Österreich nehmen 51 Prozent der Erwachsenen nicht an Erwachsenenbildung teil, im OECD-Schnitt sind es mit 50 Prozent fast ebenso viele. Unter Arbeitnehmern mit Hochschulabschluss ist in Österreich der Anteil an Verweigerern um immerhin 22 Prozent geringer, hier ist die Kluft zwischen Personen mit und ohne akademischem Abschluss etwas geringer als im OECD-Schnitt.

Überdurchschnittlich ausgeprägt ist die sogenannte Selbstwirksamkeit bei den 15-jährigen Österreichern: Wie im OECD-Schnitt ist der Glaube an die eigene Fähigkeit, mit Lernsituationen effektiv umgehen und Schwierigkeiten überwinden zu können, bei Kindern mit Akademikereltern etwas ausgeprägter. 15-jährige Schüler mit mindestens einem Elternteil mit Hochschulabschluss berichteten außerdem, dass ihre Eltern sie stärker unterstützen als Schüler aus Nicht-Akademiker-Haushalten. Kaum Unterschiede sehen die 15-Jährigen unterdessen beim Enthusiasmus, mit dem Lehrer an sozioökonomisch begünstigten und -benachteiligten Schulen unterrichten. (apa)