Das Wiener Nachhilfe-Start-up Go Student hat 205 Mio. Euro bei Investoren wie Softbank oder Tencent eingesammelt, berichtete die "Kronen Zeitung" am Dienstag. Mit einer Bewertung von mehr als 1,4 Milliarden Euro ist es damit vor Bitpanda Österreichs wertvollstes Start-up. Zum Vergleich: Runtastic war beim Verkauf an Adidas 220 Millionen Euro wert. Laut Reuters ist Go Student das höchstbewertete Ed-Tech-Unternehmen in Europa. Ed-Tech steht für digitale Bildungsangebote.

Mit dem Geld der Investoren soll die weitere Expansion vorangetrieben werden. Das Start-up zählt mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiter weltweit an zwölf Standorten. Monatlich werden mehr als 400.000 Nachhilfestunden über die Plattform gebucht.

Die dritte Finanzierungsrunde

Für Go Student ist es die dritte Finanzierungsrunde, ein sogenanntes Series C Investment. Angeführt wurde sie laut einer Aussendung von Go Student vom Investor DST Global, der auch bei Bitpanda an Bord ist. Neben DST Global beteiligten sich auch der japanische Technologieinvestor Softbank und der chinesische Internetgigant Tencent.

Ab einer Unternehmensbewertung von mehr als einer Milliarde spricht man in der Start-up-Szene von einem "Unicorn", also einem Einhorn. Österreichs erstes Einhorn ist erst drei Monate alt und quasi selbst noch ein Fohlen: Es handelt sich um das Wiener Kryptowährungsunternehmen Bitpanda, das bei einem Investment von 170 Millionen Euro eine Bewertung von über einer Milliarde Euro erreichte.

 Deutschland hat übrigens seit kurzem sein erstes "Decacorn". So werden Start-ups bezeichnet, die mehr als zehn Milliarden Dollar wert sind. (apa/reuters)