Die Wirtschaftskammer Österreich hat ihre Forderungen und Zukunftsvisionen zusammengefasst. Sie reichen von der überregionalen Vermittlung Arbeitsloser bis zu einem technologiefreien Zugang zur Mobilität. Auch mehr Netto vom Brutto müsse es geben - für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber, wie WKÖ-Präsident Harald Mahrer am Freitag bei der Präsentation des Programms "Wirtschaft.Wachstum.Wohlstand." betonte.

Mahrer sieht Österreichs Wirtschaft derzeit auf dem Weg in die Normalität, auch wenn das Corona-Virus im Herbst noch zu einzelnen lokalen oder regionalen Maßnahmen führen könnte. "Der Aufschwung ist schneller da, als manche geglaubt haben", sagte er. "Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass das Wachstum anhält, und gleichzeitig die beste Basis für die digitale und ökologische Transformation schaffen." Dafür brauche es die "richtigen Impulse".

Strukturelle Probleme

Auch Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer, erklärte, dass die Wirtschaft zwar deutlich an Fahrt aufgenommen habe. Aber schon vor der Pandemie habe es strukturelle Probleme gegeben, mit einem "Schwerpunktprogramm" solle da nun gegengesteuert werden.

Wie Kopf weiter ausführte, gehörten zu diesen Feldern der Arbeitsmarkt, in dem ein Missverhältnis zwischen regionalem Arbeitskräfteangebot und Nachfrage herrsche, und der Bereich Steuern, Kapital und Investitionen. Als weitere Bereiche nannte der WKÖ-Generalsekretär Internationalisierung und Märkte, Digitalisierung und Innovation sowie Technologie und Umwelt. Was Letzteres betreffe, gelte es, "nicht mit erhobenem Zeigefinger" vorzugehen, wie Kopf sagte. Österreich sei eines der CO2-effizientesten Länder und "Spitzenreiter" bei erneuerbaren Energien.

Thomas Gangl, Chef der OMV-Chemietochter Borealis meinte bei der gemeinsam mit Mahrer und Kopf abgehaltenen Pressekonferenz, dass die besten Lösungen gefunden werden müssten. "Dabei geht es nicht darum, was uns am besten gefällt", betonte Gangl und ergänzte: "Eine Energieform alleine wird nicht die Lösung sein."(red.)