Die Gewerkschaft GPA hat am Donnerstag eine Maskenbefreiung für Handelsangestellte bei Erbringung eines 3G-Nachweises sowie den Anspruch auf eine 4-Tage-Woche gefordert. Zweitere Forderung soll auf Kollektivvertrags-Ebene sichergestellt werden. Die Gewerkschaft will die Neuverteilung der Arbeitszeit und Verankerung der 4-Tage-Woche bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen ab Herbst thematisieren.

Österreich soll sich laut GPA ein Beispiel an dem aktuell sehr erfolgreichen Versuch der 4-Tage-Woche in Island nehmen. "Die Vier-Tage-Woche kommt den Wünschen vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgegen und steigert die Produktivität - eine Win-Win-Situation", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, Barbara Teiber, in einer Aussendung. Weiters sei die Maßnahme auch im Sinne des Umweltschutzes, da mit vier statt fünf Tagen bei Auto-Pendlern 20 Prozent der klimaschädlichen Emissionen wegfallen würden.

Zur Forderung der Maskenbefreiung für alle Handelsangestellten bei 3G-Nachweis sagte die für den Handel zuständige GPA-Wirtschaftsbereichssekretärin Anita Palkovich: "Wenn hunderte Menschen ohne Maske bei Veranstaltungen aus epidemiologischer Sicht o.k. sind, dann ist es wohl auch gerechtfertigt, Handelsangestellte hinter der heißen Theke, beim Verräumen von vielen Tonnen Ware oder in nicht klimatisierten Geschäften die Arbeit zu erleichtern." Abstände - auch wenn diese nicht mehr vorgeschrieben sind - könnten gerade in Einkaufszentren und Geschäften mit großen Flächen gut eingehalten werden. (apa)