Einen leichten Aufwärtstrend attestiert die Nationalbank (OeNB) der österreichischen Wirtschaft. Im gesamten Beobachtungszeitraum 21. Juni bis 25. Juli (Kalenderwochen 25 bis 29) lag das Bruttoinlandsprodukt noch 0,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, doch in der Kalenderwoche 29 (19. bis 25. Juli 2021) stieg die Wirtschaftsleistung in Österreich mit plus 0,6 Prozent erstmals seit Ausbruch der Covid-Krise wieder knapp über das Vorkrisenniveau, also über jenes der Vergleichswoche 2019.

Vor allem die große Anzahl von Übernachtungen ausländischer Gäste, insbesondere aus Deutschland, kurbelte die Wirtschaftsleistung an. Die Ausgaben ausländischer Gäste mit Zahlungskarten lagen in Kalenderwoche 29 lediglich 15 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, erklärte die OeNB im wöchentlichen BIP-Indikator.

Positiv wird auch der Trend in der exportorientierten Industrie gesehen. Lkw-Fahrleistungsdaten und Stromverbrauch sind leicht angestiegen, während die Industriekonjunktur noch etwas schwächelt. Grund dafür sind Kapazitäts- und Transportengpässe, heißt es. Der jüngste Anstieg der Inflation wirkte dämpfend auf den realen Konsum. (apa)