Die teilstaatliche Österreichische Post hat ein sehr starkes erstes Halbjahr 2020 hingelegt. Das Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte sich um 114,5 Prozent auf 103,4 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 64,3 Prozent auf 184,5 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 28,4 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro zu. Treiber des Geschäftes war der starke Anstieg bei den Paketen, beim Brief gab es ein leichtes Minus.

Mit der Übernahme des Privatkundengeschäftes der ING Österreich durch die konzerneigene Bank99 sei ein "wichtiger Meilenstein" gewesen, so die börsennotierte Post AG heute in einer Aussendung. Zum Ausblick meine Postchef Georg Pölzl, es werde ein Umsatzanstieg von etwa 15 Prozent erwartet, beim Ebit wird ein Anstieg von zumindest 20 Prozent angepeilt.

Ziel der Österreichischen Post sei es auch weiterhin, Wachstum und Dividendenstärke zu vereinen. Pölzl kündigte an, auch künftig eine "attraktive Dividendenpolitik" zu gewährleisten. Das Investitionsprogramm der Post wird weiter forciert, die Sortierkapazität wird um weitere 50 Prozent von 2020 bis 2022 ausgebaut.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Bereiche sieht die Halbjahresbilanz der Post wie folgt aus: Paketvolumen in Österreich plus 20 Prozent (Türkei +24 %, CEE +21 %), plus 2 Prozent bei den Werbesendungen und minus 3 Prozent beim Briefvolumen. In Cash ausgedrückt gab es in der Division Brief & Werbepost einen Zuwachs von 3 Prozent auf 608,2 Mio. Euro, bei Paket & Logistik ein Plus von 70,7 Prozent auf 628,1 Mio. Euro und bei Filiale & Bank einen Anstieg von 18,9 Prozent auf 34,0 Mio. Euro.

Der Personalaufwand der teilstaatlichen Post - 53 Prozent hält der Staat - belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf 587,6 Mio. Euro, was einem Anstieg von 18,8 Prozent bzw. 92,9 Mio. Euro entspricht. Hier ist aber auch die Übernahme des türkischen Paketanbieters Aras Kargo miteingerechnet. Auf vergleichbarer Basis lag der Personalaufwand in Summe um 11,5 Prozent bzw. 56,7 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres, größtenteils bedingt durch den höheren Personalbedarf aufgrund der gestiegenen Paketmengen, so die Post.

DO&CO auf dem Weg zum Vorkrisenniveau

Auch der Der börsennotierte Caterer DO&CO konnte seinen Umsatz im ersten Quartal 2021/22 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 216,7 Prozent auf 102,84 Mio. Euro steigern. Unterm Strich erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 1,96 Mio. Euro, nach einem Verlust von 22,15 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2020/21. Der Konzern rechnet für das laufende Geschäftsjahr mindestens mit einer Verdoppelung des Umsatzes, im nächsten Jahr soll das Vorkrisenniveau von 2019 wieder erreicht werden.

Als Airline- und Event-Caterer und Restaurantbetreiber sind alle Geschäftsfelder von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Die Lockerungen der gesetzlichen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung führen zu einer allmählichen Erholung des Geschäfts, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung mit. Durch die gestiegene Nachfrage und die Gewinnung von Neukunden sei der Konzern zurück auf Wachstumskurs.

Nachdem der Flugverkehr im vergangen Geschäftsjahr 2020/21 nahezu komplett eingestellt worden und der Umsatz eingebrochen war, stiegen die Erlöse im Geschäftsbereich Airline Catering im ersten Quartal 2021/22 gegenüber dem Vorjahr um 224,0 Prozent auf 77,53 Mio. Euro. Auch in der Division "International Event Catering" erzielte das Unternehmen mit einem Plus von 611,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine klare Umsatzsteigerung auf 14,13 Mio. Euro. Der Bereich "Restaurants, Lounges & Hotel" verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 70,4 Prozent auf 11,18 Mio. Euro.

Rasche Entscheidungen und konsequentes Krisenmanagement zu Beginn der Pandemie hätten den Cash-Burn so weit wie möglich reduziert und eine rechtzeitige Rückzahlung der 150 Mio. Euro Unternehmensanleihe ermöglicht, heißt es in der Aussendung. Die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung in Höhe von 100 Mio. Euro habe letztlich die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum geschaffen. Man sei in allen Geschäftsbereichen gut auf eine schrittweise Marktöffnung vorbereitet, teilte der Konzern mit. (apa)