Im August wurden deutlich weniger neue Autos zugelassen, darunter fanden mehr Pkw mit Elektro- oder Hybridantrieb den Weg auf Österreichs Straßen als Pkw mit Benzin- bzw. Dieselmotor. Autos mit alternativem Antrieb lagen damit erstmals vor den konventionellen Antriebsformen, teilte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Donnerstag mit. Der Rückgang bei Pkw-Zulassungen betrug 15,1 Prozent, bei Kfz allgemein gab es ein Minus von 5,3 Prozent auf 29.216 Fahrzeuge.

Von den 17.719 neu zugelassenen Pkw hatten 42,2 Prozent einen elektro- oder hybriden Antrieb. Von diesen hatten 3.200 einen Elektroantrieb, 3.272 einen Benzin-Hybridantrieb und 998 einen Diesel-Hybridantrieb. Im Jahresvergleich gab es bei den reinen Elektroautos fast eine Verdreifachung, die Hybridantriebe legten rund um die Hälfte zu. 35,1 Prozent der Neuzulassungen werden mit Benzin betrieben, das entspricht einem Rückgang um ein Drittel. Nur mehr 22,7 Prozent sind Diesel-Fahrzeuge, das ist um die Hälfte weniger als vor einem Jahr.

Im Vergleich zum Vorkrisenmonat, dem August 2019, wurden sogar 40,7 Prozent weniger Pkw und 26,6 Prozent weniger Kfz zugelassen.

Auch in den ersten acht Monaten des Jahres zusammen wurden um gut ein Viertel weniger Pkw zugelassen als im Vorkrisenzeitraum 2019. Die 172.017 neuen Pkw bedeuteten zwar einen Zuwachs um 8,5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, aber einen Rückgang um 27,5 Prozent gegenüber 2019. Diesel wurden um die Hälfte weniger als im Vorjahr zugelassen und um mehr als ein Viertel weniger als im gleichen Zeitraum vor der Krise. Der Rückgang bei Benzinern betrug im Vergleich zum Vorjahr nur 6,3 Prozent, im Vergleich zu 2019 aber fast die Hälfte. Im Gegensatz dazu kamen rund drei Mal so viele Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf Österreichs Straßen, auch bei Hybrid-Fahrzeugen gab es starke Anstiege. (apa)