Die dritte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen der Metalltechnischen Industrie (FMTI) wurde am späten Donnerstagabend ergebnislos unterbrochen. Die Arbeitnehmer hatten zuletzt ein Plus für Löhne und Gehälter von 4,5 Prozent gefordert, das Angebot der Arbeitgeber lag vor Verhandlungsbeginn bei 2,2 Prozent. Die Gewerkschaften Pro-GE und GPA gaben sich nach den vorerst gescheiterten Gesprächen kämpferisch, die Arbeitgeber wiederum verständnislos über die nicht erfolgte Einigung.

Von Pro-GE und GPA hieß es nach Verhandlungsabbruch, dass nun "die Schlagzahl erhöht" werde. "Ein Arbeitskampf steht bevor", so die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (Pro-GE) und Karl Dürtscher (GPA). "Das beschämende Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen ist eine Verhöhnung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und angesichts ihrer Leistungen unter aller Kritik", bemängelten sie.

"Die Beschäftigten sind jedenfalls zornig und kampfbereit", versicherten Wimmer und Dürtscher. Sie sehen nun die Arbeitgeber in der Pflicht. Die wiederum orten "kein Interesse an einem Abschluss" von Seiten der Gewerkschaften.

"Geht offenbar nicht um Ergebnisse"

"Das Verhandlungsangebot der Metalltechnischen Industrie beinhaltete zuletzt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter, Zulagen sowie Lehrlingsentschädigungen um 2,1 Prozent, das ist über der zugrunde liegenden Inflation, sowie eine Steigerung der Zulagen für die zweite Schicht um 44 Prozent. Das ergibt zusammen ein Paket von knapp 2,3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung", rechneten die Arbeitgeber vor.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie (FMTI), betonte: "Nun werden sogar Warnstreiks angekündigt, auch in Branchen, für die wir gar nicht verhandeln. Es geht heuer offenbar nicht um vernünftige Ergebnisse, sondern Säbelrasseln und Propaganda." (apa)